| Datum | 01.04.2016 |
| Publikationstyp | Artikel & Beiträge |
| Verlag | Hochparterre |
| Herausgeber | Hochparterre |
| Text | Werner Huber |
Der ‹Bauhof› in Oerlikon setzte damals ein Zeichen für eine neue Zeit. Die Sanierung respektiert die Qualitäten des Ensembles und sichert dessen Zukunft.
Die ‹Neue Zürcher Zeitung› konnte es kaum erwarten. Schon im Herbst 1965 schrieb sie, dass der Rohbau der Überbauung ‹Zum Bauhof› der Vollendung entgegengehe, «so dass man sich bereits ein Bild machen kann von der Wirkung dieser Insel moderner Architektur in einer baulich noch vorstädtisch biederen Umgebung».
Architekt Werner Gantenbein entwarf den ‹Bauhof› mit drei unterschiedlichen, streng voneinander getrennten Nutzungen. Auf einem zweigeschossigen Sockel mit Ladengeschäften stehen auf Stützen ein elfgeschossiges Bürohaus und ein achtgeschossiges Wohnhaus, die als erste Oerliker Hochhäuser einen vertikalen Akzent setzten. Der Architekt nutzte Topografie und Geografie geschickt aus: Das ansteigende Terrain ermöglichte es, die Dachfläche des Ladensockels an der Rückseite praktisch niveaugleich an die Strasse anzuschliessen und als Terrasse auszubilden. Die beiden Hochbauten richtete Gantenbein nicht auf die Strassen aus, die das Grundstück längs flankieren, sondern drehte sie so ab, dass sie – parallel zur Schulstrasse – die Struktur des Oerliker Zentrums am Marktplatz aufnehmen und weitertragen. Bis dahin lag dieses Areal nämlich ausserhalb des Zentrums.

