| Datum | 01.10.2024 |
| Publikationstyp | Artikel & Beiträge |
| Verlag | Hochparterre |
| Herausgeber | Hochparterre |
| Text | Palle Petersen |
| Fotografie | Ralph Feiner |
Obwohl wir noch meilenweit von wirklich zirkulärer und klimakluger Architektur entfernt sind, etabliert sich längst ein Stil: Holzskelettbauten mit Photovoltaikbändern, so scheint es, sind die Zukunft. Wie bei jedem guten Klischee ist da was dran. Wie bei jedem schlechten Klischee lohnt sich die Suche nach Alternativen. Und gerade wer nach zukunftsfähiger Architektur und dem Schönen zugleich strebt, muss sich fragen: Wie könnte die Zukunft der Architektur denn sonst noch aussehen?
Im Falle der Sportprovisorien, die Pool Architekten erst für den Kanton Zürich entwickelt und dann für die Stadt angepasst haben, kommt sie leicht und luftig daher. Farbig gestrichene Lisenen verdecken die Stösse der Fassadenelemente und gliedern das Kleid im aufstrebenden Takt. Dazwischen liegen gewellte, glasfaserverstärkte Kunstharzplatten – richtig, aus Plastik! – und lassen die Konstruktion durchscheinen. Eine gestrichene Pavatexplatte ist der helle Grund, auf dem die Horizontalen und Vertikalen der Kreuzlattung ihre Linien ziehen.

