Genossenschaftssiedlung
Studienauftrag 2011
Toblerstrasse
8044 Zürich
Morphologisch zeichnet sich der Zürichberg durch regelmässig gestreute Einzelbauten aus. Ihre Gemeinsamkeiten zeigen sich nicht nur in ähnlichen Parzellengrössen und repräsentativen Stassenfronten sondern auch in verwandten Gebäudetypologien mit mehrheitlich einem Treppenhaus sowie einem Aufbau mit Sockel, Wohngeschossen und grosszügigem Ziegeldach. Die Ersatzneubauten der ABZ-Genossenschaft bilden hier auf mehreren Ebenen die Ausnahme. Ihre Integration thematisiert Aspekte wie Gebäudegrösse, Siedlungseinheit, Repetition und genossenschaftliches Gedankengut mit einer Verdichtung im Quartier.
Die Strassenfronten der Gebäude werden auf die Baulinien gesetzt. Gegen aussen wirken sie ruhig, nach innen zeichnen sie sich durch Raumfolgen und –modulationen aus. Durch drehen und spiegeln derselben Form entstehen unterschiedliche Wahrnehmungen. Variationen in der Höhe sowie Verhältnis von Sockel, Zwischenteil und Dach verstärken diesen Effekt.
Beide Siedlungsbereiche werden über die Gestaltung und Wegführung miteinander verbunden und als Einheit erlebbar gemacht. An den Wegverbindungen in Hangrichtung liegen sämtliche Hauseingänge, die als erschliessende Hallen dienen. Die Gestaltung der Hausvorzone ist dem typischen Zürichberg-Vorgarten entlehnt; eine geschnittene Hecke definiert den Übergang zwischen Toblerstrasse und Siedlung. Der genossenschaftlich genutzte Freiraum befindet sich in der Mitte des nördlichen Siedlungsteils. Ein Geländesprung unterteilt den Platz in eine obere und untere Ebene – Spiel und Spielwiese finden hier ebenso Platz wie die Terrasse zum Gemeinschaftsraum.