Wohnsiedlung Sonnenhalde
0181

Wohnsiedlung

Studienauftrag 2006

8041 Zürich-Leimbach

Die von Paul Schumacher um 1930 geplante Siedlung stellte eine für damalige Verhältnisse außerordentliche konzeptionelle Leistung dar, welche in vielen Bereichen bis heute ihre Gültigkeit behält. Der Architekt setzte den genossenschaftlichen Mehrfamilienhauskolonien anderer Quartiere ein Gartenstadtkonzept gegenüber, welches durch die Vielfalt an gemeinsamen Einrichtungen und durch einen funktionalen Ausbau die Bedürfnisse des städtischen Mittelstandes ideal erfüllte.

Das städtische Reihenhaus deckt eine begehrte Marktnische ab und hält Mieter, die erdgebundenes Wohnen bevorzugen, in der Stadt. Es lässt außerdem eine Vielfalt von Wohntypen und Lebensformen zu, z.B. als Familienhaus, für Wohngemeinschaften oder in der Kombination von Wohnen und Arbeiten. Wie schon die bestehende Siedlung beweist, sind auch kleine Wohnungsgrößen in Form des Reihen-Zwei- oder Dreifamilienhauses attraktiv. Dies nicht zuletzt durch grosszügige private Balkone und Terrassen in den Obergeschossen.

Die aktuelle Bausubstanz und der Zuschnitt der Wohnungen entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard. Die Gartenstadtidee jedoch hat sich in den Herzen der Bewohner festgesetzt. Aufbauend auf der Philosophie der ursprünglichen Planung, werden im vorliegenden Konzept die für das Siedlungsgefühl bestimmenden Elemente erhalten, bzw. neu interpretiert. Die baulichen Defizite werden durch Ersatzbauten behoben, deren Position, abgesehen von kleinen geometrischen Anpassungen, belassen wird. Dies ermöglicht eine einfache und flexible Etappierung. Die Vorfabrikation von Bauteilen ist bei Reihenhäusern mit ihren additiven Strukturen sehr interessant und die Rohbauphase könnte somit auf eine minimale Zeitspanne reduziert werden