Wohnsiedlung Feldhof
0075

Städtebauchliches Konzept für Industireareal

Studienauftrag 2001, 2. Preis (Baulos)

Feldhof
6300 Zug

Die Weite der Lorzenebene bestimmt den Bauplatz und ist für die ganze Siedlung identitätsbil-dend. Die längsgerichteten Gebäude folgen dem Fluss des Deltas. Die Ebene fliesst in das Siedlungsgebiet hinein, so dass möglichst viele Wohnungen an dieser Weite teilhaben können. Der Bauplatz wird als ein Feld betrachtet, das locker und gleichmässig bebaut wird. Durch die versetzten Volumen entstehen spannungsvolle Diagonalbezüge. Durch die abgeknickten Gebäudeformen wird in der perspektivischen Ansicht nur ein Teil der Fassade sichtbar und die Gebäude erscheinen dadurch kürzer als sie effektiv sind. Die gewählten Gebäudeformen ermöglichen ein „sanftes Anstossen“ der Siedlung an die Schleife.

Im Ostteil wird die vorhandene Struktur des Landys und Gyr-Areals und der Bebauung auf der Baarer Seite aufgenommen. Unser Projekt zielt darauf, die Lücke mit einer möglichst dichten Bebauung mit grossmasstäblichen Bauten zu schliessen. Der Streifen zwischen der Nordzufahrt und der Bahnlinie wird in drei Zonen unterteilt, denen verschiedene Nutzungen zugeordnet werden. Entlang der Nordzufahrt befinden sich Bürogebäude mit ruhigen Innenhöfen. Der mittlere Streifen eignet sich durch seine Distanz zur Nordzufahrt und  zu den Bahngeleisen vorallem zum Wohnen. Entlang der Bahngeleise könnte man sich Kleingewerbe, Grossverteiler und Ateliers mit Wohnungen vorstellen.

Jeder Streifen verfügt über ein Hochhaus. Die Hochhäuser übernehmen die Funktion von Landmarks und stehen an städtebaulich wichtigen Orten: Kreuzung, Bahnhof und Schleife. Das Hochhaus im Westteil bildet den Schwerpunkt des ganzen Areals, das vor ihm aufgefächert ist.