Wohnsiedlung
Studienauftrag, 2006
Moosstrasse 19–35
8134 Adliswil
Das Grundstück für die neue Überbauung mit 300 Wohnungen liegt in einer idyllischen Geländekammer, jedoch nahe der Autobahn. Die daraus resultierende Lärmbelastung verlangt eine entsprechende Siedlungskonzeption.
Im besonders hoch belasteten Baufeld 1 gegen Norden reagiert ein U-förmiges Volumen auf die Situation. Alle Wohnräume und Loggien orientieren sich zum grosszügigen Hof, der auf drei Seiten vom Lärm abgeschirmt ist und sich auf der vierten Seite zum Park hin öffnet.
Die meisten Wohn- und Schlafräume lassen sich hier über die Loggien lüften. Mit reduzierten Gebäudeabständen und lärmabgewandten Wohnungstypen wird im Baufeld 2 reagiert. Im südlichen Baufeld 3 hingegen hat die parkartige Umgebung einen villenartigen Bautyp inspiriert. Bei homogener Bauweise und ähnlicher Materialisierung resultiert so eine breite Palette unterschiedlicher Wohnungstypen.
Die Häuser werden von breiten, blühenden Heckenbändern eingefasst. Die Schnittstellen zwischen Wohnfeldern und öffentlichem Raum ist abwechslungsreich, partiell durchlässig und transparent. Ein einfaches und direktes Wegsystem erschliesst die Gebäudeensembles. Grosszügige, offene Erschliessungsplätze mit einigen markanten Solitärbäumen bezeichnen jeweils die Mitte der Gebäudegruppen und sind auch deren soziales Zentrum.