Wohnhaus auf der Forch
0172

Wohnüberbauung

Projektwettbewerb 2006

Forch
8127 Küsnacht

Das Gelände befindet sich am äussersten Zipfel auf einer Krete und somit an einer exponierten Lage. Das Erscheinungsbild des Ortes wird durch Stützmauern bestimmt, das Areal mit einer Mauer gefasst. Diese Massnahme definiert einerseits die bisher ungestaltete Strassenecke Alte Forchstrasse / General-Guisan-Strasse und umschliesst andererseits schützend den Aussenraum. Das Gelände ist terrassiert und fällt zur Strassenkreuzung hin ab. Auf der untersten Terrasse, zum Spitz hin, wird ein Kiesplatz angelegt. Dieser kann als Parkplatz, als Spielplatz und als Grillplatz genutzt werden. Die Landschaftsgestaltung sieht um das Haus eine Wiese mit Baumgruppen vor welche die Aussenräume definieren und die Sichtbezüge lenken. Mit einer polygonalen Form reagiert das Gebäude auf die Geometrien der umliegenden Streusiedlung und schafft spannungsvolle Räume und Durchblicke. Das Gebäude und die Mauer bilden eine Einheit. 

Die Wohnungen werden anhand der äusseren Bedingungen entwickelt. Im Gartengeschoss sind Zimmer zur Südseite hin möglich, da die Mauer vor der Lärmbelastung schützt. Im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss gewinnt der herrliche Ausblick Richtung Norden an Bedeutung. Die Loggias werden zur Südseite hin mit einer Einfachverglasung geschützt. Im obersten Geschoss können die Räume zusätzlich mit Oblichter über das Dach belüftet werden. 

Die unterschiedlichen Bedingungen zwischen Gartengeschoss, Erdgeschoss und 1. Obergeschoss werden in der Fassade mit einer Gliederung in Sockelgeschoss und zwei Obergeschosse thematisiert. Aufgrund der exponierten Lage wird als Fassadenmaterial Beton verwendet. Kupferzuschläge verleihen dem Beton mit der Zeit einen grünlichen Farbton und lassen das Gebäude edel erscheinen.