220 Eigentums- und Mietwohnungen für ein neues Quartier
Studienauftrag 1999
8117 Fällanden
Mit der Siedlung Unterdorf soll in Fällanden ein neues und in sich geschlossenes Quartier entstehen. Die Bebauungsart sucht in ihrer Massstäblichkeit einen Zusammenhang mit dem benachbarten Ortskern. Die Gebäude der gemischten, zwei- bis viergeschossigen Wohnbebauung können als Wohninseln aufgefasst werden. Durch Erschliessungswege und öffentliche Räume werden sie blockweise gruppiert.
Die Siedlung ist so weit wie möglich verkehrsfrei. Die Haupterschliessungsachse ist räumlich und funktional in Abschnitte gegliedert: Es folgen sich ein Strassenraum; ein länglicher, von Gemeinschafts- und Atelierräumen flankierter Hartplatz; ein baumbeschatteter Kiesplatz; ein Gassenraum mit Vorgärten und am Ende eine Spielwiese. Die Feinverteilung geschieht über kleine Stichstrassen oder Fusswege, die mit der weiteren Umgebung vernetzt sind. Hartbeläge und parzellierte Gärten werden durch Grünräume und Kiesflächen aufgelockert.
Der individuelle Charakter der Siedlung wird mit vier Gebäudetypen erzielt. Gemeinsam ist diesen Haustypen ein zentrierter, von einem Erschliessungskern ausstrahlender Aufbau. Die orthogonale Innenstruktur wird mit einer organisch geformten Aussenwand kombiniert. Einerseits entstehen so individuelle und bewegte Aussen- und Innenräume. Andererseits erlaubt die gewonnene Flexibilität, sich Nachbargebäuden, Freiräumen, Grenzabständen und Wegfluchten gleichermassen anzupassen. Alle Wohnungen verfügen über grosszügige Aussenräume, die Erdgeschosswohnungen haben Gärten, die Maisonettewohnungen Dachterrassen und die Geschosswohnungen grosse Balkone.