Sihlbogen
0151

Wohnsiedlung und Gewerbezentrum 

Projektwettbewerb auf Einladung, 2005

Leimbachstrasse, 
8041 Zürich

Das Sihltal bringt die Voralpen bis nach Zürich. Die bewaldeten Hänge des engen V-Tals ziehen sich bis an den Stadtrand. Die Sihl hat an ihrem mäandrierenden Unterlauf beidseitig eine schmale Talsohle als Abfolge von linsenförmigen Flächen geschaffen, die in Stadtnähe zunehmend bebaut werden.

Leimbach ist gleichzeitig ein Zürcher Stadtquartier und, infolge seiner Trennung vom städtischen Siedlungsgebiet, die unterste der Sihltalgemeinden. Der am Osthang der Albiskette gelegene Siedlungskörper wird durch bewaldete Bacheinschnitte unterteilt. Der neue Quartiermittelpunkt entsteht im nördlichen Siedlungsteil am stadtseitigen Ortseingang, wo Strasse und Schiene den Hangfuss verlassen, um Fluss und Talgrund zu traversieren.

Die durch die Bahnlinie getrennten Teilareale des Sihlbogens werden funktional und städtebaulich differenziert behandelt. Im Teilgebiet Strasse (Teilareal A) wird die Bebauung konzentriert auf ein einziges sternförmiges Gebäude, innerstädtisch gesehen ein geschlossener Baublock, der sich jedoch zur Strasse hin und zum Platz öffnet. Das neue Zentrum an der Sihl liegt am Kreuzungspunkt der Verkehrswege. Für Reisende auf der Sihltalstrasse markiert es gleichsam den Anfang der Stadt.

Das Teilgebiet Flussaue (Teilareal B) wird in den durchgehenden Naherholungsraum entlang der Sihl integriert. Spiel- und Ruheplätze dienen hier sowohl der Siedlung als auch dem ganzen Quartier, zudem auch Erholungssuchenden auf den Uferwegen. Der bewaldete Abhang auf der rechten Flussseite wird zum landschaftlichen Hintergrund für die lediglich punktuelle Bebauung. Die vier Wohnbauten sind dreiflüglig und dennoch kompakt.