Sanierung Klosterplatz Kloster Einsiedeln
Studienauftrag 2008
8840 Einsiedeln
In dem kargen, von beinahe baumfreien Ebenen geprägten Hochtal wirkt der Einsiedler Klosterkomplex überwältigend. Dimensionen und Eindeutigkeit der Geometrie, Zeichenhaftigkeit und Geste der Erscheinung lassen die weit übers Tal in die Welt hinaus strahlende Bedeutung erahnen. Zweifellos war das Kloster früher in der öffentlichen Wahrnehmung noch stärker verwurzelt als fester Bestandteil der umgebenden Landschaft des Hochtals. Das Kloster wieder als kulturellen Ankerpunkt dieser Landschaft erfahr- und erlebbar zu «Kloster im Grünen» verankert. Vor allem durch die Bereinigung des Weisswindgartens und der Ilgenstände sowie der Entnahme der platzbegrenzenden Gehölze wird diesem Anspruch Rechnung getragen, um die eindrucksvolle Klosterfassade wieder in ihrer Gesamtheit erfahrbar zu machen.
Der Pilgerweg als religiöse und zugleich weltliche Komponente führt durch die pastorale Landschaft zum Kloster. Einsiedeln, eine der bedeutensten Stationen am Jakobsweg, ist über das ganze Jahr hinweg geprägt vom Regen Betrieb mit Ankunft, Aufenthalt und Versorgung der zahlreichen Besucher. Der Bau der Arkaden ist nur eine von zahlreichen Massnahmen, die diesem Aspekt geschuldet sind. Das Kloster wieder als wichtige Station auf dem historisch bedeutungsvollen Pilgerweg zu etablieren schlägt sich im Leitmotiv vom «Kloster und seinem Pilgerweg» nieder. Es gilt, Weg und Kloster wieder zusammenzuführen und verstärkt aneinander zu binden. Eine Reihe von Massnahmen widmen sich diesem Thema. Hervorzuheben ist vor allem die Überführung des Klosterplatzes in ein eindeutig zusammenhängendes Platzensemble. Die Stärkung des Paracelsusparkes als klar erkennbare Ankunftssituation für die Pilger und die Umgestaltung der Kreuzung beim „Grossen Herrgott" sind weitere Bausteine auf dem Weg zu diesem Ziel.