Wohnsiedlung mit 192 Wohnungen und Gewerbe
Studienauftrag 2012
Rietbachstrasse
8952 Schlieren
Das Richi-Areal bildet den Abschluss der Entwicklungsgebiete Geistlich- und Färbi-Areal. Die grösszügige Allee der Brandstrasse und der Rietpark bestimmen die städtebauliche Entwicklung der beiden ehemaligen Gewerbegebiete. Die Setzung der neuen Wohngebäude spannt einen Park nach Süden zum offen gelegten Rietbach auf. Die Gebäude auf dem Richi-Areal reagieren durch ihre Setzung spezifisch auf die nähere Umgebung.
Jedes der drei Wohngebäude verfügt über einen Sockel mit zweigeschossigen Atelier- und Gartenwohnungen sowie Gewerberäumen. Je nach Gebäude sind die Sockelnutzungen unterschiedlich ausgestaltet. Beim Gebäude gegenüber dem Merbag-Areal sind zur Parkseite hin zweigeschossige Gartenwohnungen angeordnet und gegenüber dem Gewerbebau befinden sich durchgehende Atelier-Wohnungen. Im Kopfbau zur Bernerstrasse können Ateliers oder Lofts von den Mietern selbst ausgebaut werden. Die süd- und westorientierten Terrassenwohnungen über den Sockeln verfügen auf derparkabgewandten Seite über eine überhohe Wohnküche. Aus den Geschosswohnungen in den darüber liegenden Stockwerken geniesst man den Weitblick in die nahen Hügelzüge und auf die Flusslandschaft.
Innerhalb des grossmassstäblichen Kontextes schafft das Projekt eine Sequenz von Freiräumen, die spezifisch auf den Standort eingehen und einen eigenen Mikrokosmos schaffen. Der Parkraum zum Rietbach und die Gassenräume zwischen Brand- und Bernstrasse bilden ein Gegensatzpaar, das die Bauten an zwei unterschiedlichen und kräftigen Seiten partizipieren lässt. Die Gassenräume verstehen sich als vielseitig bespielbare Bewegungs- und Aufenthaltsfläche. Eine Klinkerverkleidung unterstützt den gewerblichen Charakter der Gasse und schafft ein stimmungsvolles Wohnumfeld gegenüber dem Grün der Parkanlage.