Papieri Areal - Etappe 2
0404

Studienauftrag 2019

Papieri Areal
6330 Cham

Der neue Wohnkomplex auf dem Papieri-Areal besetzt einen durch Kesselhaus, Silogebäude-Ersatzneubau und die Baufelder A und E aufgespannten Platz. Die beiden Wohnhochhäuser treten als Zwillingstürme in Erscheinung: quadratischer Grundriss, schlanke Proportion, klare Betonung der Höhe. Mit ihrem grösseren Abstand zueinander ermöglichen sie grosszügige Durchblicke und formulieren im Kontext der fünf geplanten Hochhäuser einen Schwerpunkt auf dem Areal. Der Ersatzneubau des Silogebäudes nimmt die Architektursprache des Kesselhauses auf: sichtbare aussenliegende Tragstruktur, flächenbündige Ausfachungen aus hellem Backstein und Verglasungen. Die überdachte offene Erdgeschosshalle funktioniert als Passage und verbindet den Platz mit den nördlichen Wohnbauten. Alt und Neu treten in einen spannungsvollen Dialog.

Die Wohntürme sind als Holzhybridbau konzipiert. Massive Erschliessungskerne aus Ortbeton sorgen für die laterale Stabilität; daran angedockt ist eine Skelettkonstruktion aus Holz. Die Holzbetonverbunddecken bleiben sichtbar, die Primärkonstruktion naturbelassen. Den Wohnungen vorgelagert sind eingezogene Loggien, die den Grundriss zonieren, die innenliegenden Hallen belichten und Schutz vor Fallwinden bieten. Mit Schiebetüren und leichten raumtrennenden Elementen lassen sich die Grundrisse flexibel anpassen. Die Fassade ist als leichte Vorhangfassade der Holzkonstruktion vorgesetzt. Stürze und Lisenen aus vorfabriziertem Glasfaserbeton verleihen ihr einen muralen Charakter. Fensterprofile und Sandwichelemente werden aus recycliertem Aluminium gefertigt. Die Sheddächer des Silogebäudes und die Dächer der Wohntürme werden mit Photovoltaikanlagen versehen.