Umbau Lagergebäude zu Wohnhaus mit Gewerbeanteil und Einstellhalle
Studienauftrag 2018
Weinlagerstrasse
4056 Basel
as Weinlager steht als markantes Volumen im industriellen, grossmasstäblichen Kontext. Mit dem Umbau zum Wohnbau und der Einbindung in eine offene Hofrandstruktur stellt sich die Frage nach seiner Identität, wie objekthaft das Gebäude noch sein darf und welche Massstäblichkeit es hat zur umgebenden Bebauung. Zudem stellen 19m Gebäudetiefe eine Herausforderung für den Wohnungsbau dar und die baurechtlichen Einschränkungen, insbesondere der Lichteinfallwinkel sind neu zu berücksichtigen.
Wir schlagen eine Strategie vor, diese unterschiedlichen Anforderungen unter einen gemeinsamen Hut zu bringen:
Das neue Volumen wird ab der Decke Bestand von 1955 abgeschrägt bis auf das maximale Lichtprofil des Dachgeschosses. Es entsteht wiederum ein markantes Gesamtvolumen, die Nahtstelle alt-neu ist ablesbar am horizontalen Fassadenknick, der einen willkommenen Bezug zu den benachbarten kleinteiligeren Wohnbauten schafft.
Die Tiefen der neuen Geschosse sind so automatisch auf ein für den Wohnungsbau gängiges und effizient bespielbares Mass reduziert. Die 19m Gebäudetiefe werden im 1. OG durch die Geschosshöhe von 4.25m belichtungsmässig kompensiert und räumlich inszeniert. In den weiteren «normalen» Geschossen nimmt die Geschosshöhe parallel zur Gebäudetiefe in zwei Stufen (3.15m / 2.90m) massgeschneidert ab, die unterschiedlichen Wohngeschosse sind so gleichwertig ausgeleuchtet.
Die schräge Fassade der Aufstockung mit den Verschattungs- und PV-Anlagen fassen die vorgelagerte Balkonschicht der Aufstockung zum neuen prismatischen Gebäudevolumen zusammen. In den bestehenden Geschossen gliedern sich die Aussenräume der Wohnungen als Loggien ins Volumen ein.