Limmatquai
0033

Strassenbauwerk Limmatquai

Ideenwettbewerb 1997, 2. Durchgang

Limmatquai 
8001 Zürich

Als einheitliches, die Stadt entlang dem Fluss durchquerendes Strassenbauwerk wurde der Limmatquai um die Mitte des letzten Jahrhunderts konzipiert. Mit der Neugestaltung sollen Grosszügigkeit und Einheit der ursprünglichen Anlage betont werden: eine freie, mit geringen Gefällen und möglichst ohne Niveausprünge gegliederte Strassenfläche, eine vielfältige nutzbare Vorzone der angrenzenden Häuserzeilen, eine Flanierstrecke, die Eiligen im Tram.

Das Trasse wird als Asphaltfläche geebnet, die Tramsgleise bleiben bestehen. Die Strassenlampenpfosten – sie halten auch die Fahrleitungsdrähte – sind in gleichmässigen Abständen an den Fluss gesetzt. Zwischen Rathausbrücke und Rudolf Brun-Brücke wird die auskragende Betonplatte entfernt. Oberhalb des Rathauses bleibt die Quaimauer im heutigen Zustand.

Beim Rathaus wo die Limmat am schmalsten ist, mitten im Herzen der Stadt und über dem Fluss, ein Platz. Ein richtiger, kein möblierter, gross genug für dieses und jenes. Zirkus, Schauspiel, Markt an zentraler Lage.

Schutz vor der Witterung bieret die an die Hauptwache angebaute Halle: über den Fundamenten der früheren Fleischhallte spannt sich ein offener und trotzdem körperhaft wirkender Stahlbau mit aufgelöstem Dach. Das Cafè Rathaus, Kern des bestehenden Hauptwache-Anbaus, wird integriert; es liefert die Infrastruktur. Zu den alten oder verschwundenen Leichtbauten am Fluss – Frauenbad, Globusprovisorium, Mühlen, altes Helmhaus – gesellt sich ein Neuer. Nachts wird die Halle zum Lichtkörper, durch die Dachprofile leuchten Farben.

Vom Limmatquai durch die Halle auf die Rathausbrücke. Ihre Weite macht sie zum Platz. Beidseits öffnet sich unverstellt der Blick in den Limmatraum. Auf den massiven Holzbohlen wird die Nähe des Wassers spürbar.

Die mit massiven Trägern verbundenen Betonpfeiler der heutigen Brücke bleiben bestehen und werden seitlich, der grösseren Fläche entsprechend, ergänzt. Darüber werden neu Stahlträger und stahlverstärkte Holzbohlen aufgebaut.