Kleinbauten der Stadt Zürich
0129

Corporate Design für Kleinbauten der Stadt Zürich

Wettbewerb 2004

Einfache orthogonale Grundrisse und Schnitte mit aufklappenden, weit auskragenden Dächern im Bereich der öffentlich zugänglichen Räume bestimmen die Gebäudevolumen bei den Toiletten, beim Kiosk wie beim Bootshaus. Die Skelettbauten bestehen aus vorfabrizierten Stahlrahmen und daraufgelegten, geknickten Stahlplatten als Dachabdeckung. Die Fassadenverkleidung entwickelt aus der Aneinanderreihung und Versetzung von Aluminiumblechen und geometrisch differenziert geschnittenen Abdeckleisten eine Ornamentik, die den Gebäuden an den verschiedenen, städtischen Standorten ihre Eigenart und Wiedererkennbarkeit verleihen soll. Unterschiedliche Farbklänge von jeweils zwei Farbanodisierungen von Aluminiumplatte und -abdeckung erlauben es, auf die unmittelbare Umgebung und die spezifische Nutzung eingehen zu können.

Im Vergleich mit anderen Wettbewerbsbeiträgen wird deutlich, dass die vorgeschlagene Ornamentik zu kleinmassstäblich und zu eindimensional ist, um in der notwendigen Qualität auf die urbane Komplexität der verschiedenen Standorte reagieren zu können. In den Visualisierungen im städtischen Kontext wirken die Kleinbauten wegen ihres beschränkten volumetrischen Ausdrucks stimmungslos und verloren. Da die Umsetzung der Kleinbauten sich über eine längere Zeitperiode erstrecken wird, ist es fraglich, ob das Konzept genügend robust ist, um alleine mit einer ausgeprägten Ornamentik in der Gebäudehülle auf die absehbaren, neuen Anforderungen reagieren zu können.