Bleicherweg
0278

Sanierung Geschäftshaus

Wettbewerb 2011, 2. Preis

Bleicherweg 21
8002 Zürich

Das Ende der 60er Jahre von den Architekten Klemenz & Flubacher erbaute Bürogebäude reiht sich mit seiner Bandfassade in die umliegenden Bauten aus den 30er Jahren mit teils stark ausgeprägter Horizontgliederung.

Trotz formaler und stadträumlicher Mängel überwiegt der Gesamteindruck eines noblen, grosszügigen Gebäudes. Dieses distinguierte Gesamtbild soll Ausgangspunkt sein für eine zeitgemässe Erneuerung: Bestehende Fassadenfluchten und Brüstungshöhen werden respektiert um die Anschlüsse an die Nachbarn zu gewährleisten und somit die Lesbarkeit des Blockes zu wahren. Dabei sollen die Verkleidungen aus Labrador-Granit nach sorgfältiger Demontage wieder eingesetzt werden. Die „Modernisierung“ betrifft vor allem die Fensterbänder. Mit übergrossen, nur minimal zurückgesetzten Fensterformaten, durchbrochen mit Nischen aus Lüftungsflügeln wird der Eindruck einer flächig gespannten Haut erzeugt.

Mit der Ausbildung eines Erkers an der Ecke Bleicherweg Beethovenstrasse wird eine spezifische Typologie am Bleicherweg aufgenommen. Stadträumlich wird dabei die Hierarchie der Zuordnung der Fassaden geklärt. Der Bleicherweg wird klar zur Hauptfassade. Darüber hinaus ist der Erker Zeichen des neu auf den Bleicherweg versetzten Haupteingangs.

Im Innern erscheinen die Fassaden als raumhaltige mit in Holz furnierten Platten verkleidete Fensternischen. Die Brüstungselemente mit integriertem Zuluftkanal und einem Kanal für die Elektroverteilung sind in diese vor der Struktur gesetzte Schicht untergebracht. Ebenso die seitlich angebrachten Lüftungsflügel, die eine natürliche Lüftung für eine Vielzahl an Ausbauvarianten ermöglichen.