Büro, Gewerbe und Wohnen
Projektwettbewerb 2007
Lagerstrasse 50,
8004 Zürich
Der Projektvorschlag folgt einer einfachen städtebaulichen Disposition. Die Baumasse wird konzentriert in einem einzigen, von zwei Höfen durchsetzten Volumen mit durchgehender Traufkante. Der entlang der Baulinien scharf geschnittene Baukörper bildet den markanten nördlichen Abschluss des Sihlpost-Baufeldes. Die Volumetrie korrespondiert mit dem südlich angrenzenden Bebauungskonzept, das weitgehend definiert ist. Die noch offenere Entwicklung der direkt ans Geleisefeld angrenzenden Baufelder wird kaum tangiert.
Die Gebäudespitze ist auf die Flucht des Berufsschulhauses zurückgesetzt. Mit der platzartigen Ausweitung des vernetzenden Strassenraumes wird das neue Bahnhofquartier tief im Kreis vier verankert. In der umgekehrten Annäherung vom Zeughaus her weitet sich die Kanonengasse stufenweise, flankiert von aufsteigenden Fassaden, und endet auf einem urbanen Platzraum.
Ebenso wie die städtebauliche Disposition folgt auch der Gebäudetyp einer langen Tradition metropolitaner Stadthäuser. Die umlaufende Fassade ist ihrem tektonischen Aufbau und der geschichteten Nutzung entsprechend gegliedert. Sie unterscheidet sich in ein hohes, transparentes Sockelgeschoss, einen Mittelteil mit fünf Bürogeschossen sowie einen vierstöckigen Wohnteil als oberen Abschluss. Auf allen Geschossen befindet sich entlang der Aussenfassaden die wichtigste Nutzschicht. Die zwei runden Innenhöfe dienen nicht nur dem Lichteinfall, sie sind die eigentlichen Pole des Grundrisses; um sie herum sind die Erschliessungskerne angeordnet.