Machbarkeitstudie 2000
Utoquai 50
8008 Zürich
Die Badeanstalt wurde 1889 als Ersatz für die Riesbachbadi erstellt und war das erste Bad der Stadt mit einer getrennten Abteilung für Frauen und Männer unter einem Dach.
Das Bad Utoquai ist eine eingeschossig angelegte, in Holz gehaltene Badeanlage, die durch ein markantes Blechdach abgeschlossen wird. Während der Ausarbeitung des Gastrokonzepts wurde eine Aufstockung des mittleren Gebäudeflügels als Publikumsrestaurant geprüft. Die Studie hat gezeigt, dass ein zweistöckiger, vollausgebauter Baukörper sich nicht in die Typologie des Bades eingliedert. Um den Ausblick auf den Sonnendächern nicht zu beeinträchtigen ist lediglich eine filigrane Stahlstruktur mit Sonnensegeln für die Beschattung vorgesehen.
Die Brüstungen der Sonnendecks sind sanierungsbedürftig und sollen auf allen fünf Decks erneuert werden. Zur Bauweise des Bads passend sind sie als feine Holzkonstruktion auszuführen.
Die ursprüngliche kammartige Struktur mit den vier sich zum See öffnenden Höfen hat bis heute Bestand und verleiht dem Bad seinen speziellen Charakter. Diese Wirkung beruht auf der räumlichen Trennung der Höfe durch volumetrisch klar definierte Gebäudeflügel. Bei der Gestaltung der Restaurantfassade ist deshalb darauf zu achten, dass trotz der gewünschten Transparenz die Grenze zwischen Innen- und Aussenraum nicht aufgelöst wird. Dies erreicht man zum Beispiel mit einer umlaufenden vollen Brüstung. Der Panoramaausblick bleibt dadurch erhalten.
Die konsequente Materialisierung der Anlage mit rohenHolzböden und gestrichenen Holzkonstruktionen und Holzfassaden ist zu übernehmen, um die Einheit des Bads zu erhalten.Neben den beschriebenen Eingriffen ist eine Gesamtrenovation aller Oberflächen zu empfehlen.