Arealentwicklung Sonnenhof
0444

Arealüberbauung

Wettbewerb 2020, 1.Preis
Richtprojekt ab 2021

Areal Sonnenhof
8180 Bülach

Das Areal Sonnenhof liegt im Zentrum von Bülach, unweit vom Bahnhof, und umfasst eine Fläche von rund 19'000 m². Auf dem Planungsgebiet des Studienauftrags befinden sich nebst einem Einkaufszentrum aus den 70er-Jahren weitere Gewerbe- und Wohngebäude sowie eine grosse, aktuell als Parkplatz genutzte Freifläche. Mit der Transformation des Areals wird ein städtebaulich und freiräumlich hochwertiges Ensemble geschaffen. Vorgesehen ist, zentrumsnahen Wohnraum mit einem neuen Einkaufszentrum, weiteren Gewerbeflächen sowie einem städtischen Kultur- und Begegnungszentrum zu kombinieren.

Der neue Sonnenhof verbindet sich auf selbstverständliche Weise mit der umgebenden Siedlung. Eine zentrale Ladenpassage bildet als Pendant zur Shopping-Mall das Rückgrat der Anlage und damit einen Bewegungs- und Begegnungsraum, an dem sämtliche kommerziellen Nutzungen angeordnet sind. Vier leicht erhöhte Akzentbauten stecken das Geviert ab, verorten es im Stadtgewebe und zeigen, dass da etwas Besonderes stattfindet. Alle Baukörper gruppieren sich um zwei sonnige und intensiv begrünte Höfe. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den anderen Nutzungen ist das neue Kultur- und Begegnungszentrum eingebettet. Der Vorplatz zur Bahnhofstrasse wird zum Strassencafé am Kulturplatz, einem Treffpunkt für Bewohnerschaft und Passanten. Der schutzwürdige Kinosaal wird sanft erneuert und in das Kulturkonzept eingebunden. Mit einem ergänzenden Pavillonanbau hinter dem Foyer schliesst das Kino an den zentralen Parkhof an.

Anstelle von spezifischen Wohnungstypen für preisgünstiges und gehobenes Wohnen wird ein «elastisches» Raumlayout vorgeschlagen. Unterschiedliche Haustypen mit intelligent konzipierten Wohngrundrissen erlauben ein breites Angebot für eine durchmischte Bewohnerschaft. In der Nachhaltigkeitsstrategie für den Sonnenhof greifen gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Faktoren ineinander. Eine Vielfalt an Massnahmen garantiert einen relevanten Beitrag zum klimagerechten Bauen und zur Artenvielfalt in der Stadt.

Die geneigten Dächer der Akzentbauten sind vollflächig mit integrierten PV-Elementen versehen, bepflanzte Dachgärten ergänzen die Biodiversität auf dem Areal. Eine modulare Bauweise und der Einsatz von Massivholz vereinfachen eine spätere Wiederverwendung. Mit dem bewussten Einsatz von Baumaterial, im besten Fall durch Wiederverwendung ganzer Gebäudeteile, können CO₂-Emissionen stark reduziert und der ganzheitliche Ansatz der Immobilienentwicklung unterstützt werden.