Ambassade de Suisse Seoul
0297

Neubau Schweizer Botschaft

Wettbewerb 2012, 2. Preis

77 Songwol-gil, Jongno District
Seoul, Südkorea

In einem sich rasant wandelnden Quartier soll die neue Schweizer Botschaft folgende typische schweizerische Werte repräsentieren: Beständigkeit Bescheidenheit und Präzision. Umgeb  en von einer Phalanx uniformer Wohntürme finden diese Werte symbolisch in der architektonischen Haltung ihren Niederschlag.

Auf dem Plateau einseitig begrenzt durch massive Stützmauern in Sichtbackstein ist der Gebäudesockel ein Weiterstricken am bestehenden. Eine Schottenstruktur in Sichtmauerwerk verwebt sich collageartig mit dem vorgefundenen. Um einen nach Südosten offenen Innenhof gruppieren sich die Kanzlei, die Repräsentationsräume und die Botschafterresidenz. Der klar gefasste Hof öffnet sich zum szenisch angelegten Garten.

Der Gebäudezugang erfolgt über die Kanzlei. Eine Lücke zwischen den Schotten führt sukzessive ins innere des Gebäudes. Die Repräsentationsräume sind Mittler zwischen den beiden Gebäudeteilen. Nach beiden Seiten offen ist der grosse Salon angelegt, die Durchsicht erlaubt Grosszügigkeit, die umgebenden Maueren fassen die Räume. Dahinter der privateste Teil der Anlage, die Residenz des Botschafters und die Gästeräume.

Als Holzstruktur ist das Dach und die beiden sich abzeichnenden Volumen der Kanzlei und der Residenz aufgesetzt. Das Dach mit konischen Hohlkastenträgern aus Dreischichtplatten ist auf den Schotten aufgelagert. Darauf die weiteren Geschosse aus sich baumartig entwickelnden Brettschichtträgern. Die äusseren Arme der Konsolen sind mit Zugseilen abgespannt. Darauf ist mittig das Dachgeschoss aufgesetzt. Fragil ausbalanciert wird das Wesen der Diplomatie von Vertrauen und Ausgewogenheit nachgebildet.