Verwaltungsneubau für die
Bau- und Umweltschutzdirektion und
Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion des
Kanton Basel-Landschaft mit rund
560 Arbeitsplätzen und einer Aufwertung
der Freiräume
Projektwettbewerb mit Präqualifikation,
4. Preis
Der Verwaltungsneubau Kreuzboden vereint ein zukunftsorientiertes Arbeitsumfeld mit innovativer und nachhaltiger Holzbauweise. Durch die Gliederung in drei unterschiedlich gestaltete Gebäudekuben fügt sich der Neubau harmonisch in den bestehenden Campus ein und respektiert dessen Massstäblichkeit. Dadurch folgt der Bau dem japanischen Prinzip „Hara“ – aus der Mitte gedacht und im Einklang mit der Natur zu sein.
Im mittleren Kubus befindet sich der Haupteingang mit den öffentlichen Bereichen der Verwaltung. Dieser wird seitlich von den beiden Bürotrakten flankiert. Die Erschliessung erfolgt über zwei verglaste Wendeltreppen, die als markante Zylinder den Zentralbau durchstossen. Die Wendeltreppen sind als Scharniere zwischen dem mittleren Kubus und den beiden Bürotrakten platziert, verbinden alle Geschosse bis hin zum Dachgarten und sind von aussen klar ablesbar. Dank der aussenliegenden Treppentürme können die Bürogeschosse frei bespielt werden.
Das Erdgeschoss des mittleren Kubus ist offen gestaltet und schafft eine Verbindung zwischen dem Bahndamm und der Rheinstrasse. Im Inneren des Kubus erstreckt sich ein vertikaler Garten über alle Etagen. Rund um das zentrale Atrium sind auf jedem Stockwerk zweigeschossige Lounges angeordnet.
Der Zentralbau besticht durch seine Decken – ein innovativer und markanter, aufgelöster Trägerrost. Die Balken sind kreuzweise gestapelt und vertikal mit Holzdübeln verbunden (Prinzip Bretterstapel). Das Holztragwerk wird aus regionalem Fichtenholz gefertigt. Für eine gute Raumakustik sowie die Gewährleistung der thermischen Masse werden zwischen den Deckenbalken perforierte Lehmsteine verlegt.
Zirkularität / ReUse
Durch rückbaubare Holzverbindungen und eine natürliche Kautschuk-Bindung der Schüttung können die einzelnen Bauteile am Ende der Nutzungsdauer sauber getrennt und an anderer Stelle ohne Funktionsverlust wieder eingebaut werden.
Die Fassade des Zentralbaus wird mit wiederverwendeten und thermisch verbesserten Fenstern konstruiert und auch die Trennwände im Innenbereich und die Geländer der öffentlichen Treppe sollen aus wiederverwendeten Bauteilen und Materialien stammen. Im Atrium des zentralen Kubus und im Aussenbereich werden gebrauchte Zementplatten als Bodenbelag eingesetzt.
Auslober:in
Bau- und Umweltschutzdirektion
Kanton Basel-Stadt
Baumanagement
Takt Baumanagement
Landschaftsarchitektur
Studio Vulkan Landschaftsarchitektur
Bauingenieure
Makiol Wiederkehr
Gebäudeingenieure HLKS
Kalt+Halbeisen
Nachhaltigkeit
Büro für Nachhaltigkeit am Bau
Elektro
HEFTI. HESS. MARTIGNONI
Visualisierung
Studio Blomen