Ersatzneubauten BG Süd-Ost, Zürich-Schwamendingen

Ersatzneubauten, 2. Preis
350 Wohnungen mit Gemeinschaftsräumen, Kindergarten, Geschäftsstelle und Hauswartsräumen

Überlandpark Baufelder B15, B16, B18
Zürich-Schwamendingen

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Die drei Teilgebiete werden ihren Eigenschaften entsprechend unterschiedlich bespielt. Eine angemessene Vielfalt an Gebäudetypologien, Geschossigkeiten, Wohnungstypen und Freiräumen soll zu einem lebendigen neuen Stadtbaustein des Ueberlandparks führen.

Das Baufeld B15 wird zum Vermittler zwischen dem neuen Park und dem stark abfallenden Landschaftsband mit seinem Baumbestand entlang der Winterthurerstrasse. Die hier geplante Siedlung wird aus paarbildenden, 4- und 7-geschossigen Zeilenbauten konzipiert. Das Schwamendinger Grün durchfliesst diese als quartiersprägende Freiraumstruktur, bettet die sechs Bauten in ihre Umgebung ein und verbindet das Areal mit den angrenzenden Grünräumen. Ein annähernd quaderförmiges Hochhaus bildet, als Pendant zum geplanten Hochhaus am nordöstlichen Ende der Einhausung, das stadträumliche Gelenk, wo Gartenstadt und Parkebene zusammenlaufen. Im Westen des Hochhauses wird ein Platz ausgebildet. Ein kleines Café im Erdgeschoss, ein Brunnen und verschiedene Sitzmöglichkeiten beleben diesen Ort.

Das Baufeld B18 mit der stark einschränkenden Lärmproblematik von zwei Seiten wird mit schlanken Bauten entlang der Parzellenränder bespielt. Den Immissionen wird durch eine optimierte Gebäudestellung und ein abgestimmtes Grundrisslayout begegnet, welches einen durchlässigen, ebenfalls grosszügig begrünten Hofraum bildet. Auch die Dachflächen bieten aktive Räume mit gemeinsam nutzbaren Gärten sowie ruhige Bereiche mit hohem ökologischen Wert. Die Gartenwildnis auf den verschiedenen Ebenen wird durch Treppenaufgänge, Pergolen und Photovoltaikanlagen zoniert.Beim Baufeld B16 kommt eine Strategie des Erhaltens, Ergänzens und Weiterbauens zum Tragen. Die bestehenden Häuser werden um ein Geschoss aufgestockt und durch schlanke Raumschichten ergänzt. Eine Erhöhung der Wohnungsanzahl von bisher 54 Wohnungen auf ca. 100 Wohnungen scheint für dieses Konzept angemessen.

So vielfältig wie die Aussenräume, so differenziert ist auch das Wohnungsangebot, mit bodennahem Wohnen in Garten und Hof, am Park und auf der Dachterrasse. In den niedrigen Gebäudeteilen profitieren attraktive Maisonette-Wohnungen von grosszügigen Gartensitzplätzen oder üppigen Dachterrassen. In den hohen Gebäudeteilen verwebt sich der Innenraum über Küchen-Loggien mit dem Aussenraum zu stimmungsvollen Gartenzimmern. Die Wohnungen im Hochhaus sind jeweils um gut geschützte, halbeingeschobene Loggien mit Blick in die Weite organisiert. Insgesamt entstehen rund 350 neue Wohnungen und verschiedene gemeinschaftliche Einrichtungen.

Die Materialisierung der bewusst sichtbar gestalteten Konstruktion ist nachhaltig, robust und zeitlos. Es wird eine Mischbauweise mit hohem Präfabrikationsgrad vorgeschlagen. Um den Grauenergieanteil zu reduzieren wird der Beton- und Stahlanteil im Gebäude reduziert und mit Holz als umweltfreundlichem Baumaterial ergänzt. Zur mikroklimatischen Aufwertung des Areals wird möglichst wenig Fläche versiegelt. Sickerfähige Beläge fördern die Retention von Regenwasser, auch auf den Dachflächen, wo offene Beläge wie Kies oder wasserspeichernde Betonplatten zur Verwendung kommen.

Landschaftsarchitekte: Studio Vulkan
Bauingenieure: Schnetzer Puskas Ingenieure
Visualisierung: nightnurse images

Situation Situation
Piktogramm Piktogramm
Grundrisse Erdgeschoss Grundrisse Erdgeschoss
Schnitt Fugenweg Schnitt Fugenweg
Konstruktionsschnitt Konstruktionsschnitt
Wohnungsgrundriss Wohnungsgrundriss