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Bild: Studienauftrag Niderfeld
Bandstadt: Das Niderfeld gehört zu einem Siedlungsband, das sich der Limmat und den Verkehrswegen entlang von Zürich nach Baden aufspannt und umrahmt ist von Hügelzügen. Eingebunden in ein leistungsfähiges ÖV-System hat das neue Quartier das Potential, zu einem integrativen Bestandteil des Limmattals und des Metropolitanraums Zürich zu werden.
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Parzellierung bestehend: Die Parzellierung ist so etwas wie das geschichtliche Gedächtnis des Niderfeldes. Der Teischlibach, die Feldwege, die landwirtschaftliche Nutzung, die späteren Infrastrukturbauten haben hier ihre Spuren hinterlassen und leben in der Parzellenstruktur fort.
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Szenario Mischstadt: Ein Nutzungsmix mit ähnlichen Flächenanteilen für Wohnen, Arbeiten und Freiräume ermöglicht einen ausgewogenen, lebensfreundlichen Stadtteil mit hoher Lebensqualität. Eine Mischstadt mit einem ausgewogenen Wachstumsrhythmus und einer ebensolchen Nutzungsverteilung stellt aber einen Idealfall dar.
Bild: Studienauftrag Niderfeld
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Limmattalbahn: Das bestehende Strassennetz leidet bereits heute an akuter Überlastung. Die städtebauliche Entwicklung des Niderfelds ist somit ohne gleichzeitige Errichtung eines leistungsfähigen ÖV-Angebots nicht möglich. Auf übergeordneter Ebene werden durch die geplante Limmattalbahn Dietikon und Spreitenbach direkt verbunden.
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Parzellierung neu: Die bestehende Parzellierung bestimmt das zukünftige Erschliessungsnetz und die geplante Grundaufteilung. Das heutige Niderfeld mit seiner Vergangenheit wirkt als identitätsstiftendes Element des zukünftigen Quartiers. Landumlegungen lassen sich in einem behutsameren Rahmen durchführen als bei einer vollkommenen Neuordnung.
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Die Nutzungsverhältnisse müssen unter Gewährung einer sinnvollen Flexibilität festgelegt werden. Minimale Wohnanteile können eine einseitige Entwicklung verhindern. Eine statische Quoten-Vorgabe und die damit gesuchte starre Nutzungsregulierung würde aber im Widerspruch stehen zur momentanen Situation auf dem Niderfeld.
Bild: Studienauftrag Niderfeld
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Verkehrserschliessung: Der Stadtteil wird durch die Stadtbahnlinie gut erschlossen, die Haltestellen sind in maximal 5 Minuten erreichbar (Luftlinie 300m). Vom Niderfeld gelangt man über drei Vollanschlüsse auf das übergeordnete Strassennetz. Unerwünschter Durchgangsverkehr ist nicht möglich. Auf den Erschliessungsstrassen fahren die Autos langsam.
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Bau(m)ringe: Die räumliche Fassung des Strassenraums wird entweder durch auf der Baulinie stehende Gebäude oder durch hohe dreidimensionale Vegetationsstrukturen erreicht. Diese Bau-Baum-Ringe ermöglichen innerhalb der Baufelder eine freie Gestaltung der Gebäude. Die Vegetationsanteile der Ringe können Differenzen der Nachbarschaften abpuffern.
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Öffentlicher Raum: Das Strassen- und Wegenetz bildet den wichtigsten öffentlichen Raum. Als Schwerpunkt der öffentlichen Aktivitäten wirkt das grosszügige, mit Bäumen gesäumte ÖV-Trassee, an dem Grünanlagen und Plätze angelagert sind. Die in die Teilgebiete eingebetteten Stadtteilparks sind Keimzellen der aufstrebenden Quartiere.
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"Zukunft Niderfeld", Dietikon
Studienauftrag 2003
Veranstalter: Stadt Dietikon
Bild: Studienauftrag Niderfeld
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Urbane Sukzession: Siedlungsentwicklungen sind vielschichtige und über lange Zeiträume ablaufende Prozesse. Bei der Formulierung von Zukunftsszenarien sollten deshalb nicht ideale Endzustände im Zentrum stehen. Den Normalfall bilden nämlich Zwischenstufen mit einem Nebeneinander von Neubauten, provisorisch neu genutzten und unveränderten Räumen.
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Ökologie: Neben einer breiten Zellendurchlässigkeit in der Fläche durchdringen mehrere lineare Grünstrukturen das Niderfeld. daran angelagerte Stadtteilparks und Grünbereiche um die Grundwasserfassung vergrössern deren ökologisches Potenzial. Die Masse der Baumkörper wirkt mikroklimatisch ausgleichend.
 
Landschaftsarchitektur: Prof. André Schmid
Städtebau- und Planungstheorie: Prof. Angelus Eisinger
Raumplanung: Planpartner AG
Verkehrsplanung: IBV W. Hüsler AG
Bau- und Immobilienberatung: Immopro AG
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Den Pioniernutzungen kommt bei neu zu erschliessenden Gebieten eine Katalysatorrolle zu. Je nach Rahmenbedingungen können in einem unablässigen Prozess Funktionen und Bauten mit der Zeit etabliert und Strukturen verfestigt werden. Diese Folge von oft funktionsverwandten Besetzungen auf einem bestimmten Areal nennen wir urbane Sukzession.
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Immissionen: Die Lärmbelastung gehört heute zu den prägendsten Standortfaktoren. Die stark belasteten Verkehrswege sind für den Bau von Wohnungen ungünstig. Für Geschäfte mit autogebundener Kundschaft sind sie hingegen attraktiv. Das Diagramm zeigt nicht nur die Lärmimmissionen, sondern auch die Potentiale für unterschiedliche Nutzerprofile.
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Nutzungsverteilung: Das Zusammenspiel von Immissionen und verkehrsbedingten Anreizen führt zu unterschiedlichen Rahmenbedingungen, welche die Nutzungsverteilung stark beeinflussen. Das Konzept geht auf diese Rahmenbedingungen ein, legt die Nutzungs-zuordnungen aber nicht rigide fest. Minimale Wohnanteile verhindern eine reine Arbeitsstadt.
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